Jeans-Sew-Along: Zuschnitt

Heute geht es weiter mit dem dritten Teil des Sew-Along, dem Zuschnitt. Denn idealerweise solltet ihr euch inzwischen für einen Jeansschnitt entschieden haben, letzte Woche eure Wahl auf den passenden Jeansstoff gefallen sein und auch das Nähgarn, der Reißverschluss und die Nieten sind schon da, beziehungsweise werden bald geliefert.






Da zum Zuschnitt natürlich auch die Größenwahl gehört, will ich gerne mit dieser beginnen. Das hat euch bis heute auch schon immer sehr beschäftigt! Also wie finde ich die richtige Größe, gerade wenn man eben nicht innerhalb einer Maßtabelle liegt. Wenn ihr euren Schnitt geklebt habt, nehmt euch wirklich als erstes die Maßtabelle zur Hand. Bei welcher Größe/ welchen Größen findet ihr euch wieder? Und welche Maße sind jetzt hier relevant?

Solltet ihr eine Hüfthose haben, ist das Taillenmaß vielleicht gar nicht mehr so ausschlaggebend. Aber am besten findet ihr es heraus, wenn ihr euch eure bestsitzende Jeans zur Hand nehmt. Natürlich sollte es auch eine Hose mit Elasthan sein, wenn euer Schnitt auch mit Elasthan genäht wird. Diese Hose faltet ihr nun so, dass ihr sie auf zum Beispiel das Schnittteil für die Beinrückseite legen könnt. (siehe Bild) Und jetzt seht ihr eventuell schon, wo ihr zum Schnitt noch etwas dazugeben müsst oder eine Nummer kleiner wählen müsst. Natürlich dürft ihr bei diesen Überlegungen nicht vergessen, dass gerade bei den amerikanischen Schnitten die Nahtzugabe dabei ist. Also hier immer plus Nahtzugabe rechnen. Und solltet ihr eine Boyfriend-Jeans nähen wollt und habt zum Vergleich nur einen Skinny-Schnitt, so solltet ihr natürlich die typischen Zugaben nicht wegkürzen.

Achtet hier auch auf die Hosenbeinlänge, eventuell müsst ihr hier etwas verlängern oder kürzen. 


Ja und wenn ihr die richtige Größe gewählt habt, geht es endlich an das zuschneiden. Was es hier zu beachten gibt? Natürlich müsst ihr erstmal schauen, ob eure Nahtzugabe enthalten ist. Solltet ihr eine Kappnaht machen wollen, so empfehle ich euch etwas mehr Nahtzugabe zu nehmen. Es sollte mindestens 1 cm sein, besser 1,5 cm. Auch für eine normale Naht nehme ich bei Jeans 1 cm, da ihr die Nähte ja auch versäubern müsst und eventuell braucht ihr vielleicht auch den einen oder anderen Millimeter noch zum anpassen.

Um ein drehen der Jeansbeine vorzubeugen könnt ihr die Beine nur einlagig zuschneiden. Das drehen hat seinen Ursprung nämlich im Fadenlauf und beim Zuschneiden in doppelter Lage kann das durchaus passieren, dass die Stofflagen etwas verrutschen.

Ansonsten sind natürlich die ganz normalen Zuschnitt-Regel zu beachten: Also der Fadenlauf, eventuell auch ein Musterverlauf,...

Ja und dann seid ihr fertig mit dem Zuschnitt. Dann geht es endlich ans Nähen! Mehr dazu dann nächste Woche.


Ich habe mich bei meiner Ginger Hose im übrigen für die Größe 16 entschieden und da hier im Schnitt die Nahtzugabe schon enthalten ist, habe ich für meine geplante Kappnaht nichts weiter hinzugegeben.

Viele Grüße,






Und jetzt freue ich mich auf eure Verlinkungen! Jede Woche lese ich mich gerne durch eure Fortschritte und Überlegungen! Solltet ihr Fragen haben, so stellt diese gerne in den Kommentaren! Ich tue mein Möglichstes, diese zu beantworten und vielleicht weiß ja auch jemand anders Rat?





Kommentare:

  1. Hallo Marina, schön hast du das mit dem Zuschnitt beschrieben. Da ich das erste Mal eine Jeans-Hose, bei mir ist es eine Boyfriend-Hose nähe, habe ich noch eine Frage zur sogenannten Kappnaht.
    Ich habe die schon in einem Artikel gelesen und da wurde ein extra Kappnaht-Fuß zum Nähen benutzt. Ist dies auch ohne diesen Fuß schwer zu nähen? In meinem Fall steht dies, so glaube ich jedenfalls, ohne diese Naht eh in der Anleitung.
    Freue mich nun auf das Zuschneiden.
    Bis bald und noch einen schönen Sonntag
    Martina

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    1. Liebe Martina,
      lieben Dank dir!
      Ich habe meine Kappnaht ganz ohne einen extrigen Fuß genäht! Das zeige ich gerne auch nächste Woche! Und schwer fand ich es nicht.
      Dir auch einen schönen Sonntag!
      Liebe Grüße,
      Marina

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  2. Oh je, ich hänge etwas hinterher. Hier bei uns waren schlimme Unwetter am Freitagabend, sogar das Southside-Festival wurde letztlich unterbrochen und abgesagt. Da galt meine Zeit dem Trockenlegen des Kindergartens :) Aber morgen mache ich mich an den Zuschnitt, mittlerweile von 2 Hosen, ja ich werde größenwahnsinnig durch dich Marina :) und nähe zur normalen Jeans noch die Girlfriend, die ich auch schon mal genäht hatte, mir aber inzwischen viel zu groß ist.

    LG Katrin

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    1. Ohje! Ihr Armen! Von den großen Unwettern sind wir zum Glück verschont geblieben! Du hast ja noch Zeit, das holst du sicher wieder auf! Und es gibt ja tatsächlich noch wichtigeres im Leben!
      Liebe Grüße,
      Marina

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  3. Liebe Marina,
    heute ging mein erster Post zum Sew Along endlich online. Beim Material bestellen, kam mir eine Frage. Braucht man für Nieten tatsächlich eine extra Nietenzange oder kann man die auch anders verarbeiten? Ich hatte bei Stoffe.de bestellt und bei den Nieten stand dabei, dass man ein bestimmtes Werkzeug braucht. Ich wollte aber nicht gleich knapp 20 EUR dafür ausgeben. Geht das auch anders?
    Ganz liebe Grüße Julia

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    1. Liebe Julia,
      es kommt ganz darauf an, was du für Nieten kaufst! Ich habe immer Nieten zum hämmern, also ohne Zange. Pauschal kann ich dir das aber leider nicht beantworten...
      Liebe Grüße,
      Marina

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  4. Marina, ich wichtel immer noch über der Frage der Vlieseline. Welche würdest du bei einem dünnen Jeans für den Bund nehmen? So dass es eben nicht zu steif wird, aber schon genug Stand gibt für den Bund.

    LG Katrin

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    1. Liebe Katrin,
      ich habe dir direkt bei deinem Beitrag geantwortet. Ich hoffe das hilft dir weiter!
      Liebe Grüße,
      Marina

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