It's cold outside...

Das Problem mit den großen Größen ist ja das es sie nicht überall gibt. Das ist nicht nur in Kleidungsgeschäften so, sondern auch auf dem Schnittmustermarkt. Ich war schon öfter total in einen Schnitt verliebt und kurz davor auf kaufen zu drücken, als ich dann festgestellt habe, das das Schnittmuster leider nicht für mich gemacht wurde. Nun kann man durchaus einen Schnitt auf seine Größe anpassen, aber man gibt ja immer einen kleinen Batzen Geld aus und dafür dann noch die Arbeit des Vergrößern haben, was ja auch nicht immer zu vollsten Zufriedenheit funktioniert? Nein, das mache ich im Normalfall nicht. 


Schön ist es dann, wenn Schnittmusterdesigner sich die Rückmeldungen der Kunden zu Herzen nehmen und einen ihrer Schnitte größer gradieren. Oder vielleicht gleich alle Schnitte?



So ist das mit dem Pullover gegangen, den ich euch heute zeige. Kaja_B gab es zuerst nur als Schnitt bis Größe 44. Seit kurzem gibt es aber auch die Größen 46-54 und deshalb kann ich den Pulli heute gut tragen!


Genäht habe ich für mich eine Größe 48, ohne Änderungen, mit Kapuze. Es gibt hier unterschiedliche Kragenlösungen und für das, das ich mich anfangs nicht zwischen dem Divakragen und der Kapuze entscheiden konnte, mag ich die Kapuze jetzt ziemlich gerne!

Bei der tollen Aufteilung im Vorderteil, in der sich dann auch die Taschen verstecken, kann man natürlich wunderbar mit unterschiedlichen Farben spielen. Kann man, muss man aber nicht. Man, also ich, kann auch einfach in Schwarz nähen. Das ist ja allgemein meine "Winterfarbe". Dafür ist die Kapuze richtig bunt gefüttert mit einem Lilalotta-Stöffchen. Eigentlich ist das hier ein Reststück, wofür ich den Stoff eigentlich verwendet habe muss ich euch ein anderes Mal zeigen.


Die Bilder sind im Übrigen bei -15° C entstanden, entschuldigt also bitte mein rotes Näschen... Wie dankbar war ich da um die Taschen im Pullover!


Wie oben bereits geschrieben habe ich den Pulli ohne Änderungen genäht, also auch keine Zugaben am Bauch gemacht. Ihr seht ja, ein wenig spannt es, aber die verbliebenen 4 Wochen wird es noch genügen. So kann ich meine Kaja_B dann nach der Schwangerschaft auch noch anziehen.


Wie ich am Montag bereits in meinen #mymaternityessentials geschrieben habe, fehlen mir vor allen Dingen warme Sachen in meiner Garderobe. Kaja_B ist da die perfekte Ergänzung aus dem schönen Sommer-Sweat! Nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm damit man sich in geheizten Räumen nicht überhitzt.

Gerne möchte ich euch auch noch mitteilen, das ich zum Näh-Nerd-Interview vom Blog Grüner Nähen eingeladen war. Wer da noch ein bisschen was über mich und meine Nähgewohnheiten erfahren will, sollte dort mal vorbeischauen!

Denkt ihr eigentlich schon an Frühlingskleidung? Oder eher an den Schneeanzug?

Viele Grüße,



Link: RUMS
Schnitt: Kaja_B von B-Patterns
Stoffe: Sonntagshase

P.S.: Der Schnitt wurde mir von B-Patterns zum testen kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist aber meine eigene und wurde davon nicht beeinflusst.
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#mymaternityessentials - Zwischenstand

Heute heißt es herzlich willkommen zu Teil 2 der #myfallessentials bzw. wie ich bereits bei Teil 1 gesagt habe, bei mir #mymaternityessentials.

Die Garderobe hat jetzt ihren Alltagstest hinter sich und muss zwischenzeitlich auch mit Bauch funktionieren. Dieser hat bei mir relativ lange auf sich warten lassen aber nun in den letzten 5 Schwangerschaftswochen sieht man es dann doch relativ deutlich. Und ja, hier hat sich auch gezeigt, wie schwangerschaftstauglich meine Garderobe tatsächlich ist.
Hier nochmal meine Ursprungsgarderobe im Überblick:



Da ich heute nur einen Zwischenstand liefern und das Resümee nach Ende der Schwangerschaft ziehen will, möchte ich zuerst einmal auf die Dinge eingehen, die für meine #mymaternityessentials entstehen sollten. 4/5 habe ich tatsächlich umgesetzt, hier nochmal das Bild, mit dem was ich vorhatte:


Von links oben nach rechts unten:

Meine Dione:


Mein Lisbon-Cardigan:


Mein Wind-und Wetter-Parka:


Und mein Blazer:


Ja, die Legging fehlt noch. Tatsächlich brauche ich diese nun nicht mehr unbedingt, da ich wunderschöne Strümpfe auf Rezept mein eigen nennen kann und diese auch immer tragen muss. Die sind jetzt auch für mich Strumpfhosenersatz. Ersetzt wurde das Nähvorhaben der Legging nur durch eine bequeme Hose, dann auch fürs Krankenhaus. Aber auch diese wartet noch auf Fertigstellung (oder Beginn...).

Ich habe also nun alles umgesetzt, außer einen Schnitt, der irgendwie nach Schwangerschaft ruft, also speziell dafür gradiert wurde.

Und bin ich zufrieden mit meiner Garderobe? Ja zu weiten Teilen sehr! Aber ich muss auch ehrlich gestehen das ich mich nicht nur  aus den oben dargestellten Klamotten bediene, sondern auch bei meinem weiteren Kleiderschrank. Vor allen Dingen, weil viele dieser Teile nicht besonders warm sind und ich wie jeden Winter doch eine Frostbeule bin. So ist auch mein Kapuzenpullover Lynn immer mal wieder im Einsatz gewesen.

Andere Teile waren dafür nicht so oft im Einsatz:


Die schwarze Bikerjacke habe ich sogar überhaupt nicht mehr. Bei den anderen Dingen liegt es dann auch oft am Wetter - Übergangsjacke bei Schnee und Eiseskälte ist dann doch nicht so ideal, bei anderen Dingen, wie der schwarz-weißen Else, habe ich einfach noch größere Favoriten im Schrank hängen.

Und gibt es dann auch ein Lieblingsoutfit?

Ja, nicht nur eins! Aber allen voran ist dieses hier zu zeigen:

Das Outfit ist unkompliziert, bequem zu tragen, dabei schick, nicht zu kalt und fast immer passend. Es besteht aus meiner schwarzen Else, Morris Blazer und einem silbernen Gürtel, der gerade mit Bauch noch ein wenig Kontur gibt.

Genau wie mein Wind- und Wetter-Parka. Den trage ich immer, wenn ich aus dem Haus gehe und bin sehr, sehr glücklich damit! Das Kuschelfell hält schön warm, die Farbe des Parkas ergänzt meine Garderobe perfekt und er passt auch immer noch ohne Schwangerschaftseinsatz, von daher werde ich diesen wohl auch nicht mehr brauchen. Der Trageeinsatz hingegen ist schon zugeschnitten, aber noch nicht genäht.

Entstanden sind auch noch zwei wärmere Oberteile, den diese haben mir sehr deutlich in meinen Essentials gefehlt! Auf die werde ich aber nochmal gesondert eingehen.

Ja und jetzt steht der Endspurt an... Für diesen habe ich meine Garderobe doch noch ganz kurzfristig um zwei Kaufteile ergänzt, die anschließend auch zum Stillen funktionieren sollten und momentan für mich einfach nicht umsetzbar wären. Eine schwarz-weiße Bluse und ein Jeanskleid/-hemd.

Nun wird der Bedarf an schicken Klamotten aber erstmal weniger, denn mein Mutterschutz hat begonnen. Und auch wenn ich noch das Haus verlasse, so muss die momentane Kleidung eher praktisch und warm sein. Deshalb werden die Jeanshosen gerade viel getragen.

Dies also mein Zwischenstand. Ich bin jetzt auch gespannt, ob der Effekt, der von vielen vorhergesagt wurde, nach der Geburt eintritt: Sich nämlich von vielen Klamotten aus der Schwangerschaft bewusst trennen zu wollen, um dieses Kapitel dann auch irgendwie abschließen zu können. Und wie Kinder- und Still-tauglich sich meine Garderobe präsentiert. Das alles könnt ihr dann am 3. April nachlesen.

Und solltet ihr euch ebenfalls Gedanken um eure #essentials gemacht haben, dann habt ihr auch jetzt wieder die Möglichkeit euch bei EllePuls zu verlinken.
Weitere Inspirationen könnt ihr euch aber auch bei ihr, EllePuls, Mein Gewisses Etwas, Herzekleid, Fantastisch und Frölein Tilia holen.

Viele liebe Grüße,
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Lieblingsblogger gefragt: Heute Elke von Ellepuls


Schon lange will ich euch mit einer Blogroll meine Lieblingsblogger vorstellen. Eigentlich fast schon seit Start meines Blogs... Also sehr lange! Aber warum euch nur eine Liste vorstellen, wenn sich die Blogger doch gleich selber vorstellen können... Also habe ich meine Lieblingsblogger angeschrieben oder werde sie noch anschreiben und stelle sie euch nach und nach vor. Vielleicht kennt ihr einige schon, vielleicht lernt ihr aber auch neue tolle Seiten kennen. Und das ist ja Sinn und Zweck einer Blogroll. Denn es gibt richtig viele Blogs, aber finden muss man sie halt! Tja, und starten werden wir mit einer total sympathischen Frau mit einem tollen Blog. Und kennenlernen durfte ich sie auch schon persönlich, was mich sehr gefreut hat! Elke von EllePuls, herzlich willkommen! Und deine Posts muss ich wirklich meist sofort lesen :)

Aber nun meine Fragen an Elke...

1. Wer bist du und wo bloggst du? 


Auf die Frage nach dem "Wo?" habe ich verschiedene Antworten:
Geographisch: in Stahnsdorf, südlich von Berlin
Räumlich: in unserem Wirtschaftsraum neben Waschmaschine, Trockner und Tiefkühlschrank
Im Netz: auf www.ellepuls.com
Bloggernische: Selfish Nähblogger mit leichter Tendenz zur Stilberatung

Wer bin ich?

Es gibt die Elke, die du aus dem Blog kennst, es gibt Elke als Mutter, als Unternehmerin, als Ehefrau und viele mehr.
In einer öffentlichen Vorstellungsrunde würde ich wohl sagen: „Ich bin Elke, 39 Jahre alt, wohne im Speckgürtel von Berlin, habe Hotelmanagement studiert, schreibe einen Nähblog und verkaufe eigene PDF Schnittmuster. Ich bin Mutter von 3 Kindern und meine Hobbys sind: Nähen, Joggen, Schwimmen, Podcasts hören.“ Fertig.
Nein, Quatsch, es gibt natürlich noch mehr zu erzählen. Ich habe schon zwei Mal mein Hobby zum Beruf gemacht, oder besser gesagt zu einem Unternehmen, denn beruflich gesehen (im Sinne von „erlernter Beruf“) hatte ich keine Ahnung von dem was ich mache. Es war alles Learning-by-Doing. Stell dir jetzt bitte kein Riesenunternehmen vor, es ging und geht um eine One-Woman-Show. Heute heißt meine One-Woman-Show Elle Puls. Unter diesem Namen blogge ich übers Nähen und persönliche Stilfindung. Seit eineinhalb Jahren verkaufe ich auch eigene Schnittmuster über meinen Blog und kann mir momentan auch nichts anderes vorstellen.
Als Kind habe ich ein paar Jahre in Afrika verbracht, bin aber in Deutschland zur Schule gegangen. Gleich nach dem Abitur zog es mich in die Schweiz, nach Australien und zurück in die Schweiz um mein Studium zu beenden. Danach bin ich noch mehrfach innerhalb Deutschlands umgezogen um jetzt hier in der Berliner Ecke erst einmal sesshaft zu sein. Mein Tagesablauf wird stark durch die Kinder bestimmt. So langsam werden sie größer und ich freue mich über jedes Stückchen Freiheit, das ich wieder zurückbekomme.

2. Wie kamst du zum nähen und wie lange nähst du schon? 


Als Kind und Jugendliche habe ich mich manchmal an die alte Singer Nähmaschine meiner Mutter gesetzt und drauf los genäht, ohne Angst etwas zu versemmeln. Kleidung habe ich damals nicht genäht, eher Portemonnaies und Kissenbezüge. Ohne Sorge, den Stoff oder das Leder zu verschneiden bin ich an meine Projekte gegangen. Heute wünsche ich mir manchmal etwas von dieser Unbeschwertheit zurück. Mittlerweile ist viel mehr Kopf im Spiel und macht es mir manchmal schwer, eine Entscheidung zu treffen. Erst 2012 nach der Geburt meines dritten Kindes habe ich mit dem Nähen von Kleidung begonnen. Schnell habe ich gemerkt, dass ich meine Kenntnisse ausbauen muss, denn wie oft habe ich mit meinen 182 cm im Laden gestanden und keine passende Hose gefunden? Selber nähen ist optimal, wenn man aus den Standardmaßen der Industrie herausfällt. Genau deswegen nähe ich auch hauptsächlich für mich selbst.

3. Wie sehen dein Fuhrpark und dein Nähzimmer aus? 


Darf ich diese Frage mit einem Video sehr ausführlich beantworten? Das Video ist zwar schon ein Jahr alt aber grundlegend hat sich nicht viel verändert:


5. Wie kamst du zum bloggen und wie lange bloggst du schon? 


Beim Nähen kann ich abschalten und einfach laufen lassen. Beim Bloggen muss ich eine andere Art der Kreativität einschalten. Als jemand, der eigentlich nicht dazu neigt, viel von sich preiszugeben, ist das Bloggen eine Möglichkeit, mich persönlich weiterzuentwickeln. Wer mir vor fünf Jahren gesagt hätte, dass ich mal Nähevents organisiere, ich hätte ihm den Vogel gezeigt. Es fing eigentlich damit an, dass meine Mutter und meine Schwiegermutter immer wieder fragten, was ich denn Neues genäht habe. Dadurch entstand die Idee, einen kleinen Blog bei blogspot einzurichten, damit sie sich immer anschauen können, was ich so mache. Irgendwann fing ich dann an, beim Me Made Mittwoch und bei RUMS mitzumachen und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Ich blogge mittlerweile seit 4 Jahren. Im Moment bin ich ganz stolz auf meinen frisch renovierten Blog.

6. Was sind deine Lieblingsblogs? 


Das wechselt ehrlich gesagt immer mal wieder. Momentan lese ich sehr gerne bei:
Into-Mind, weil ich mich sehr gerne mit dem Thema Garderobe als Ganzes beschäftige
Natürlich kreativ, weil bei Andrea alles immer so schön schlicht und hochwertig aussieht
Pinch of Yum, weil es hier immer unglaublich leckere Rezepte und tolle Fotos gibt
Problogger, weil man hier viel übers Bloggen lernen kann
Weil man im Netz ja ständig auf neue tolle Blogs und Artikel stößt, sammle ich, was ich entdecke und teile meine Entdeckungen dann in meiner Serie "Acht mal Aufgefallen", die es jetzt nicht mehr als Blogartikel sondern exklusiv im Newsletter gibt.

7. Deine Lieblingsschnitte? 


Cassie Pants von styleARC
Mara Shirt Dress von styleARC
- Drape Drape No. 7 aus dem Buch Drape Drape 2
- für Kinder: Shirt Paul von pattydoo. Das variiere ich immer wieder gerne für meine Tochter
Und, Überraschung, ich mag meine eigenen Schnitte sehr gerne.

8. Dein Lieblings-„Stoffdealer“? 


Ich kaufe am liebsten im Geschäft, weil ich Stoffe immer vor dem Kauf sehen oder anfassen möchte. Da fahre ich oft in den Stoffladen nach Potsdam. Ansonsten ist natürlich Stoff & Stil in Berlin ein Eldorado für alle Nähfans. Online mag ich das Stoffbüro sehr gerne, weil die Stoffe eine tolle Bioqualität haben und weil Catrin einfach toll ist. Bei stoffe.de habe ich auch schon sehr schöne Stoffe gekauft. Ansonsten gucke ich häufig bei ebay, kann mich aber meistens nicht dazu durchringen zu kaufen.

9. Kaufst du deine Stoffe lieber online oder offline? 


s. Frage 8

Dein Lieblingsstück? 

Darf ich nur eines nennen? Das geht nicht. Ich habe viele Lieblinge, das wäre ja sonst auch traurig. Besonders stolz bin ich gerade auf meine Jacke vom Sew Along, dann liebe ich meinen Prototyp von der Chobe Bag immer noch heiß und innig. Nach zwei Jahren tragen hat sie auch schon eine schöne Patina erhalten. Mein Mara Shirt Dress ist mein Sommerfavorit und mein Alltime Favorit ist das Drape Drape Dress No. 7 aus dem Buch Drape Drape 2. Damit sehe ich immer angezogen aus, es ist super bequem und steht mir. Ich könnte noch weitermachen, aber du willst ja jetzt sicherlich nicht, dass ich meinen halben Kleiderschrank aufzähle. Mein Ziel ist es nämlich, irgendwann nur noch Lieblingsstücke im Schrank zu haben. Daher beschäftige ich mich auch im Blog immer wieder gerne mit dem Thema Stilfindung.

Vielen lieben Dank dir Elke für deinen Einblick! Es hat mich wirklich sehr gefreut, dich beim Nähcamp letztes Jahr kennenlernen zu dürfen und auch wenn ich dieses Jahr nun nicht dabeisein kann, so hoffe ich doch, euch auf Instagram verfolgen zu können! 

Ich bin auch schon sehr gespannt auf deinen Blusen-Sew-Along, der demnächst startet! Macht ihr da mit? Ich würde ja sehr gerne mitnähen, aber mit Babybauch und anstehender Geburt lasse ich doch lieber erstmal die Finger davon und mache es vielleicht wie bei der Winterjacke. Die habe ich schließlich auch erst nach dem Jacken-Sew-Along bei Elke genäht :) 

Nächste Woche gibt es für euch schon meinen nächsten Lieblingsblogger. Ich hoffe euch gefällt diese Serie und ihr könnt den ein oder anderen neuen Blog für euch entdecken, auch wenn Elke jetzt bestimmt nicht zu den unbekannten Bloggern zählt :)


Viele Grüße,

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Hipster-Henley Shirt für einen jungen Mann

Heute ist ein junger Mann bei mir zu Gast. Ja, ein sehr junger Mann, der aber doch irgendwie viel zu schnell groß wird. War es doch erst gestern, als mein Neffe auf die Welt kam und jetzt ist er schon in der Schule! Die Zeit vergeht...

Genauso hätte ich auch die Einleitung zum Shirt schreiben können, das ich euch heute zeige. Denn passen tut es ja nur noch gerade so, das war mal deutlich luftiger :) Aber manchmal dauert es eben, bis Fotos entstehen... Denn das Hipster Henley-Shirt (in deutscher Übersetzung bei Näh-Connection im Shop) gab es bereits zum Geburtstag des jungen Mannes im März. Bald ist es schon wieder so weit :) 


Den Stoff von Alles für Selbermacher musste ich damals direkt nachordern, denn das Achselshirt daraus kam damals ja super an. Inzwischen habe ich bei der Baby-Kauf-Kleidung im Übrigen ein ähnliches Stoffdesign entdeckt... Kam wohl in der Nähwelt gut an :) 


Das Hipster-Henley ist nicht ganz so schnell genäht wie ein normales Shirt. Aber dafür machen die Knopfleiste und der Stehkragen richtig was her und mit der Anleitung war das alles kein Problem!

Nach fast einem Jahr Benutzung sieht das immer noch richtig gut aus, wie ich finde... Auch wenn ich mich erinnern kann, das ich mit der Innenseite des Kragens damals noch nicht richtig zufrieden war. Also mit meiner Leistung :) Aber es sieht kein Mensch und auch der Haltbarkeit schadet es scheinbar nicht...


Ich finde das Hipster-Henley-Shirt ist ein richtig cooler Schnitt, der zum kombinieren von Stoffen einlädt und auch ein bisschen über den Näh-Tellerrand blicken lässt, also im Sinne des Sammelns neuer Näherfahrungen wenn ihr nicht täglich Knopfleiste und Stehkragen näht :)

Woher ich den schwarzen Jersey hatte, kann ich euch heute leider nicht mehr sagen... Ich bin schließlich auch fast ein Jahr älter geworden zwischenzeitlich :)

Liebe Grüße,


Schnitt: Hipster-Henley (kostenfrei zur Verfügung gestellt von Näh-Connection)
Stoff: Alles für Selbermacher (nur noch in mint scheinbar da)
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Ein handmade Geschenk - und warum mir das oft so schwerfällt

Als Allererstes darf ich euch alles noch ein gutes neues Jahr wünschen! Viel Glück, Gesundheit und das ihr eure Wünsche und Ziele erreicht! Und vor allen Dingen viel Zeit an der Nähmaschine und viel Kreativität wünsche ich euch :) Ich hoffe, ihr hattet eine tolle Zeit über Weihnachten und Silvester?
So, aber jetzt geht das mal los hier, ich habe euch schließlich was zu zeigen.
Zu Geburtstagen und Weihnachten gibt es inzwischen oft selbstgenähte Geschenke von mir. In den meisten Fällen gibt es sogar eindeutige Wünsche, die vorher so fallen gelassen werden. Das war bei meiner Schwägerin auch so, nur das sie den Wunsch dann erst an Weihnacht erfüllt bekommen hat, denn zum Geburtstag hatte ich schon dieses Shirt fertiggestellt.


Bisher hatte meine Schwägerin tatsächlich noch wenig von mir bekommen, weil ich mir so schwer bei der Schnittwahl tue. Das ist übrigens meist mein größtes Problem beim nähen für andere, vor allen Dingen Frauen. Jeder hat so seinen eigenen Stil und man will ja auch etwas machen, was am Ende gefällt und gern getragen wird.


Schlußendlich entschieden habe ich mich für das Madeira Shirt von Pech und Schwefel.  Mit dem unten angesetzten Saum aus einem anderen Stoff ist es nicht nur ein schlichtes Shirt und wird dadurch insgesamt auch ein wenig länger, was wohl ganz gut zum Stil der Beschenkten passt. Das Shirt ist super zu nähen, im Endeffekt besteht ja die Besonderheit beim Saum. Hier musste ich schon den ein oder anderen Knoten im Hirn erst lösen, das lag aber nicht an der Anleitung, sondern einzig an mir. Obwohl es tatsächlich ohne Auftrennen ging :) Bei Viskosejersey wäre das auch ganz gemein...


Ich glaube, es kam ganz gut an und der Wunsch wurde ja dann zu Weihnachten erfüllt :) Dazu an anderer Stelle mehr.


Nachdem mein Bruder ja auch von mir immer Fotos macht, haben die Beiden den Auftrag erhalten wenn sie über Sylvester wegfahren, vielleicht das ein oder andere Foto zu machen. Und dann kamen sie zurück mit solch genialen Bildern. Im Hintergrund könnt ihr übrigens den Kalterer See in Südtirol sehen. Da dürfen sie gerne öfter in den Urlaub fahren ;)


Die Stoffe sind im Übrigen vom Sonntagshasen. Der schwarze Stoff ist ein Viskosejersey der ganz wunderbar fällt und die schwarz-weiß-karierte Blende ist mehr ein Strickstoff. Aber ich wollte es eben gerne schlichter halten...

Verschenkt ihr gerne selbstgenähte Klamotten? Und seid ihr euch da auch manches Mal so unsicher, ob es am Ende gefällt?

Liebe Grüße,


Schnitt: Madeira Shirt von Pech und Schwefel
Stoff: Sonntagshase

P.S.: Der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens von Pech und Schwefel zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist jedoch meine eigene. 
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Ein Punkt auf der To-Sew-Liste weniger...

Mein letztes Teil 2016... Yeah, das ist zwar die fade Herleitung für #12lettersofhandmadefashion, aber andererseits stand jetzt auch kein Projekt mit L auf der To-Sew-Liste. Oder doch? Stimmt, da war ja noch eine Legging. Aber da bin ich momentan nicht mehr überzeugt, das ich die unbedingt brauche, warum also dann nähen?

Dione,metterlink, Lasari, Schwanger, nähen, stillen, Jacke, selber,

 

Schließlich ist die Nähzeit immer zu knapp, vor Weihnachten steht dann auch noch die Geschenkeproduktion an und ich bin ganz ehrlich: Hier und da werden die Kräfte schon etwas knapper, so am Ende des 8. Schwangerschaftsmonats.

Also haben die Klamotten Vorrang, die ich unbedingt brauche beziehungsweise will. Und wie lange will ich mir schon eine neue Dione nähen! Ich liebe diesen Schnitt mit dem hohen Kragen und seit letztem Winter steht er schon ganz weit oben auf der To-Sew-Liste. Da der Schnitt natürlich auch perfekt für die Schwangerschaft geeignet ist, aber auch für die Stillzeit, gab es jetzt kein Auskommen mehr.

 

Dione,metterlink, Lasari, Schwanger, nähen, stillen, Jacke, selber,

 

Genäht habe ich Dione aus schwarzem Kuschelsweat und Jersey am Kragen. Leider ist mir beim Zuschnitt ein Fehler unterlaufen: Ich habe den Schnitt schon in den unterschiedlichsten Größen genäht, für mich, meine Mama, meine Tante,... Und beim raussuchen der Schnittteile habe ich mich beim Vorderteil mal um schlappe zwei Größen kleiner vergriffen. Aufgefallen ist mir das erst beim Schließen der Jacke nach dem Fertigstellen. Ich hatte ja schon kurzzeitig an meinem Körperumfang gezweifelt, da der Unterschied zu meiner ersten Variante so groß war.


Dione,metterlink, Lasari, Schwanger, nähen, stillen, Jacke, selber,


Ich finde es aber tatsächlich gar nicht so schlimm und trage die Jacke trotzdem gerne! Aber das schreit schon fast nach einer neuen Variante. Wie lange die wohl auf meiner Liste stehen wird?

Habt ihr solch eine Liste? Und wird die konsequent abgearbeitet oder schiebt sich da auch immer wieder was dazwischen?

 

Ich wünsche euch auf jeden Fall wunderschöne Weihnachten und genießt die Zeit mit euren Lieben! Und stresst euch nicht so sehr, die Geschenke werden schon alle fertig werden! (Mein momentanes Mantra :))

Und liebe Selmin: Ich würde mich freuen, wenn die #12lettersofhandmadefashion 2017 eine Fortsetzung finden würden :)

 

Liebe Grüße,

Link: RUMS, #12lettersofhandmadefashion

Stoff: Sonntagshase

Schnitt: Dione von Lasari Design

 

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Blazer - ein weiteres Teil meiner #mymaternityessentials

Nach und nach wird immer wieder ein Teil meiner To-Sew-Liste von #mymaternityessentials fertig. Bisher war alles ja so ausgesucht und gewählt, das ich es auch nach der Schwangerschaft noch tragen kann. Und auch dieser Blazer stand auf meiner To-Sew-Liste, eigentlich mit einem gestreiften Stoff. Leider genügte der nicht ganz dafür, deshalb durften endlich die Pünktchen dran glauben.
Ja, meine Garderobe ist momentan sehr schwarz- weiß lastig, vor allen Dingen die Sachen, die neu entstehen. Andererseits sind sie so halt auch deutlich besser zu kombinieren und die Farbe habe ich ja auch nicht aus dem Schrank verbannt.
Genäht habe ich hier den Blazer La Jazida von Schnittgeflüster. Aus Jersey, nicht aus Sweat. Und ich bin mir immer noch nicht ganz schlüssig, ob ich vom Ergbnis jetzt begeistert bin oder nicht. Vermutlich werde ich beim nächsten Blazer wieder auf den Morris Blazer zurückgreifen, die kurze Länge gefällt mir besser an mir.
Das muss jedoch nicht heißen, das dieser Blazer ein Schrankhüter wird. Von Wegen! Gerade momentan braucht man immer noch etwas zum drüberziehen und da finde ich den Blazer echt perfekt. Auf den Bildern trage ich darunter im übrigen mal wieder meine Else, das ist einfach mein liebstes Kleidungsstück momentan.
Für das Futter habe ich im Übrigen schwarzen Jersey verwendet. Ich wollte zu den Punkten gerne etwas schlichtes und schwarz passt doch immer.
Ich habe die Naht mit der Cover abgesteppt. Und solltet ihr euch jetzt über das Stichbild wundern: Das Problem saß natürlich vor der Maschine. Ein Faden war nicht mehr richtig eingefädelt und ich habe es gemerkt, als ich mit der 2-Meter-Naht dann fertig war. Zum Auftrennen genügte meine Geduld dann nicht mehr und in echt sieht man das nicht so deutlich, wie hier auf dem super fokussierten Foto... Aber vorenthalten will ich es euch nicht!
Im Übrigen habe ich jetzt auch mal den Service genutzt, Schnittmuster in A0 drucken zu lassen. Bei La Jazida ist die Datei für den A0-Plott dabei, aber ich habe euch demnächst auch eine Empfehlung wie ihr eure normalen A4-Dateien kostenlos in A0 umwandeln lassen könnt. Das habe ich im Übrigen bei meinem Wind-und Wetterparka gemacht und musste die vielen Schnittteile nicht mehr kleben sondern konnte sofort ausschneiden. Was für ein Luxus, ich sage es auch! Ich habe jetzt bei dieplotterei.de drucken lassen und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Und das kommt wirklich im A4-Format an, also als ganz normaler Großbrief. Warum auch immer kam ich nämlich bei der ersten Bestellung auf die Idee, das ich es an die Packstation schicken lasse :)

Die Länge des Blazers am Rücken gefällt mir im Übrigen ausgesprochen gut. Hier sitzt auch fast alles wie es soll, obwohl durch den Babybauch sicher mehr Hohlkreuz momentan vorhanden ist.

Die Bilder sind im Übrigen schon zwei, drei Wochen alt. Solltet ihr noch wenig Bauch entdecken: Es gab da zwischenzeitlich einen ganz schönen Sprung, nachdem sich lange nicht viel tat. Aber das Baby braucht langsam Platz, hat es doch nur noch so 9 Wochen Zeit zum wachsen.

Habt ihr einen Lieblings-Schnitt für Blazer? Und wenn ja, welchen? Ich würde mich über eure Empfehlungen freuen, denn auch wenn der Morris Blazer super ist, freue ich mich auch über Variationen...

 

Liebe Grüße,

Link: RUMS

Stoff: Cherry-Picking (Punktestoff)

Schnitt: La Jazida von Schnittgeflüster

 

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Lieber gepunktet oder gestreift.... Ich nehme Beides!

Es gibt da ein paar Dinge in meinem Kleiderschrank, die ich bisher noch nicht genäht habe. Warme Cardigans zum Beispiel. Da gibt es noch zwei gekaufte Varianten, aber nachdem bald schon das zweite Jahr ohne Shoppen (mit zwei Ausnahmen) vorbei ist, ist der Zustand der Beiden nicht mehr so besonders.


Also stand schon lange auf dem Plan, das zu ändern. Nun bin ich aber sehr eigen bei Strickjacken. Dieses lockere, lange habe ich jetzt schon zweimal genäht, trage ich aber nicht wirklich. Bei mir müssen Strickjacken im Idealfall körpernah geschnitten sein und am Besten mit einer Möglichkeit zum schließen. 


Der Lisbon Cardigan vereint dies alles. Und lange genug liegt der Schnitt schon ausgeschnitten da und der Stoff daneben. Ein klein wenig Bammel hatte ich aber, denn ich wollte eine Version zum Wenden nähen. Ich habe mir nämlich diesen wunderschönen Jaquard in Würzburg bei Evlis Needle gekauft und der hat eine Seite mit Punkten und die andere Seite ist gestreift. Verbunden ist der Stoff durch die Punkte. 


Und was der Trick beim Nähen war, damit ich die Jacke jetzt wenden kann? Ich habe die Overlocknähte nochmal mit einer Naht fixiert. Und die Knöpfe auf beiden Seiten angenäht. Das wars eigentlich schon. Ich hatte vorher mal wieder viel komplizierter gedacht...


Da meine Schwangerschaft ja mit viel Übelkeit begann, trage ich momentan aber eigentlich eine Größe kleiner. Aber wie gesagt, der Schnitt lag da schon fertig vorbereitet. Jetzt ist sie mir obenrum tatsächlich einen Ticken zu weit , am Bauch passt sie dafür bald schon nicht mehr, jedenfalls im geschlossenen Zustand.


Im Übrigen habe ich letzte Woche ein paar Plätzchen gebacken und diese am Samstag dann mit Schokolade verziert. Da das ja ganz schnell erledigt ist, war ich mit meinem Cardigan in der Küche. Beim umrühren der Schokolade rutschte mir diese aus der Hand und die flüssige Schokolade traf neben dem Fußboden auch die gestreifte Seite meiner Jacke... Zwei Waschgänge hat sie schon hinter sich und momentan wartet sie vorbehandelt auf den Dritten... Vielleicht gibts noch was aus Flexfolie auf den Cardigan.... 

Ich darf echt nie denken, das mach ich schnell. Genau dann passiert sowas. Also bei mir gilt auch: Erst Fotos machen, dann anziehen. Nicht nur bei kleinen Kindern. Hier war es zufällig so, deshalb seht ihr die Jacke auch im sauberen Zustand.


Den Schnitt kann ich aber sehr empfehlen, ich fand ihn leicht zu nähen mit einem tollen Ergebnis. Und drückt mir die Daumen, das das wieder was wird... Danke euch!

Weitere Beispiele könnt ihr euch auch hier ansehen:
Liivi&Liivi
Moritzwerk
Johys- Bunte Welt und noch viele mehr...



Viele Grüße,



Link: RUMS
Schnitt: Lisbon Cardigan von Itch to Stitch, auf deutsch bei Näh-Connection,
den ich kostenlos zum testen erhalten habe.
Stoff: Evlis-Needle

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Eine Winterjacke, nicht nur für Schwangere...

Der Wind- und Wetter-Parka... In der Nähbloggerszene zwischenzeitlich wohl schon fast ein Klassiker. Und lange hat er mich schon gereizt, doch leider gab es den Schnitt nicht bis zu meiner Größe. Deshalb habe ich im vergangenen Jahr dann auch meine Jacke Clare genäht. Inzwischen gibt es ja eine Größenerweiterung sowie einen Schwangerschaftseinsatz und Trageeinsatz. Wenn ich den Parka also nicht jetzt nähe, wann dann?


Mit diesem Vorhaben habe ich mich dann auch an den Stoffkauf gemacht. Leider war der erste Jackenstoff tatsächlich ein Reinfall. Kennt ihr diese Regenjacken, die bei jeder Bewegung einen Ton von sich geben? Also so unangenehm rascheln? Genau solch einen Stoff hatte ich zuerst. Nach dem Jacken-Sew-Along von EllePuls habe ich mich für ihren Jacken-Außen-Stoff entschieden, also Seeland Stoff. Dieser hat eine beschichtete Seite, die Innenseite, und eine glatte, ich würde sie als leicht samtig beschreiben, Außenseite. Noch dazu finde ich ihn preislich absolut in Ordnung. 


Beim Innenstoff fiel meine Wahl auf zwei Komponenten: Einmal Wollfleece und im Ärmel Futterstoff mit Vlieseline. Ich habe mich entschieden, im Ärmel lieber ein dünneres Futter zu verwenden, das auch besser rutscht. Ein klein wenig bereue ich meine Wahl jedoch, denn an den Ärmeln wird es mir zuerst kalt, wohingegen der restliche Mantel wirklich perfekt funktioniert: Es wird nicht zu warm, es wird aber auch nicht kalt. Ich würde hier beim nächsten Mal eventuell auch ein Steppfutter wählen, so wie bei meiner Jacke Clare, die auch wunderbar wärmt.

Die Verarbeitung der gewählten Materialien war einfacher als gedacht, auch nach den Tipps von Elke von EllePuls. So näht man die beschichtete Seite am besten mit Küchenkrepp, dann transportiert es die Maschine ordentlich. Auch die Jeansnadel, die Elke empfahl, habe ich verwendet.
Das Wollfleece fusselt bei der Verarbeitung ziemlich, genau wie die ersten Male, als ich den Mantel getragen habe. Ich habe also die Nähmaschinen anschließend gut gereinigt und empfehle, die Kanten des Wollfleece vorher zu versäubern, am schnellsten ist dies natürlich mit der Overlock gemacht und bei den ersten Malen tragen nichts Schwarzes darunter zu tragen oder die Fusselbürste bei der Hand zu haben.


Das Nähen des Mantels selber war einfacher als erwartet. Aber bei welchem Kleidungsstück ist das nicht der Fall? Am Ende sind es viele Nähte, die ein Ganzes ergeben. Beim Zuschnitt unterlief mir jedoch der erste Fehler: Ich wollte die Ärmel verlängern, gibt es schließlich nichts Schlimmeres als zu kurze Ärmel am Wintermantel. Aber wo habe ich die Schere angesetzt? Natürlich direkt unten am Ärmel, ohne einen Gedanken an die Verlängerung zu verschwenden. Den Schnitt hatte ich natürlich auch so gut ausgelegt, dass ein Verschieben der Schnittteile nicht mehr möglich war. Ich dachte mir also, Augen zu und durch und im Zweifel fällt mir eine andere Lösung ein. Ihr seht die Lösung auf dem rechten Bild unten: Eine angesetzte Armmanschette, denn der Ärmel war zu lang. Und ich bin immer noch am Überlegen, ob ich nicht doch noch innen ein Bündchen ansetze, damit der Wind nicht so leicht reinkommt.

Auch habe ich die Tasche nach dem Tutorial von Fredi von Seemannsgarn verändert. Denn es ist für mich keine richtige Tasche, wenn ich in dieser nicht meine Hand vergraben kann. Also hat die aufgesetzte Tasche noch einen Eingriff bekommen.

Fredi hat im Übrigen auch den wunderbaren Sew-Along zum Wind- und Wetter-Parka veranstaltet, der jeden beim Nähen wunderbar an die Hand nimmt. Tatsächlich habe ich aber nur bei der Tasche bei ihr reingelinst :)


Achtet bitte beim nächsten Bild nicht auf meine Haare, der Wind kam grundsätzlich aus der falschen Richtung an diesem Tag... Aber da es den Parka in der Vorderansicht zeigt, will ich es euch nicht vorenthalten...

Beim Beleg habe ich mir im Übrigen auch die Knöpfe gespart, da ich es so schlicht schöner finde und der Beleg auch ohne Knöpfe wunderbar hält. Die anderen Knöpfe sind aus meinem Prym Vario Plus-Koffer, die für den Anorak. Passt also perfekt, sie wurden für einen Anorak verwendet.


Solltet ihr jetzt noch den Schwangerschaftseinsatz vermissen: Noch passt mir die Jacke so. Und die Kordelstopper fehlen nicht ohne Grund: Am Anfang war es die schnellste Lösung, weil ich die Jacke gleich anziehen wollte. Inzwischen gefällt es mir so aber sehr gut. Eine Lösung mit Kordelstopper überlege ich mir dann, wenn der Schwangerschaftseinsatz oder Trageeinsatz zum Einsatz kommt. Die liegen aber momentan nur zugeschnitten hier, genäht werden die wohl erst bei Bedarf...


Beim Absteppen hatte ich im Übrigen darauf geachtet, dass das Wollfleece auf der Außenseite immer ein wenig zu sehen ist. Mir gefällt das sehr gut und es unterbricht auch die komplett schwarze Außenseite. Schwarz ist bei mir im Übrigen die perfekte Farbe, die passt einfach perfekt zum Inhalt meines Kleiderschranks. Und der Parka ist ja auch Teil meiner #mymaternityessentials, wenn ihr euch erinnern könnt.

Hier könnt ihr auch einen Blick auf die Innenseite werfen. Der Aufhänger für die Jacke ist übrigens extra lang geraten. Denn nichts mag ich weniger, wie wenn der Aufhänger zu kurz für die Garderobe ist. Ansonsten könnt ihr vielleicht erahnen, dass das Futter der Ärmel Nadelstreifen hat. Ich wollte eigentlich ein tolles Streifenmuster, fand jedoch bei meiner Recherche nicht den passenden Stoff, so das es doch relativ unscheinbar wurde.

Die Kapuze aus dem Wollfleece ist im Übrigen leicht größer geraten als die Kapuze aus dem Außenstoff. Aber der Wollfleece ist zum einen voluminöser und zum anderen auch dehnbarer, als der Außenstoff. Dafür kann ich den Reißverschluss wunderbar bis ganz oben schließen und es wärmt besser wie ein Schal. Und normalerweise bin ich ein Schaltyp :)


Mein Fazit zu meinem Winterparka? Ich liebe ihn! Und ich bin froh, das ich ihn genäht habe und weiß, das ich ihn bis zum Ende meiner Schwangerschaft im Februar wunderbar tragen kann, aber das er anschließend auch bleiben kann. Ich kann mir auch gut vorstellen, für das Frühjahr eine kühlere Variante zu nähen. Seit letzter Woche Mittwoch weiß ich auch, dass der Parka wohl ungewöhnlich leicht für eine Winterjacke ist :)

Der Kostenfaktor bei solch einer Jacke ist natürlich nicht von der Hand zu weisen: Die Jackenstoffe, Reißverschluss, Knöpfe, Kordel usw. summieren sich ganz schön. Hätte es meinen Fehlgriff beim Jackenstoff nicht gegeben, wäre es insgesamt natürlich preiswerter gewesen und hätte ich nicht vor, auch noch die Tragejacke und den Schwangerschaftseinsatz zu nähen, würde auch einiges an Material wegfallen. Insgesamt ist die Jacke für mich aber unbezahlbar: Sie erfüllt voll und ganz ihren Zweck und ich kann sie nach meinen Wünschen variieren. Also die gleichen Vorteile wie immer beim Selbernähen ;)

Viele Grüße,




Link: RUMS
Zubehör: Reißverschluss, Knöpfe, Kordel aus dem Bestand
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